ZIELE

Foto von der Klosterbibliothek Metten
Klosterbibliothek Metten

Das Überdurchschnittliche Wachstum in den letzten zwei Jahrzehnten hat zu einer erheblichen Zunahme der Siedlungsflächen und der damit einhergehenden Probleme geführt. Die ungleichmäßige Verteilung der unterschiedlichen Funktionen schuf neue, zusätzliche Organisations- und Verkehrsprobleme. Das Zusammenwachsen des gemeinsamen Siedlungs- und Lebensraumes in eine "geordnete städtebauliche Entwicklung" zu überführen, übersteigt die Möglichkeiten einzelnen kommunalen Handelns. Die Erhaltung lokaler Identitäten ist nicht mehr nur mit den Mitteln der Ortskernsanierungen zu gewährleisten. Der geringer werdende finanzielle Handlungsspielraum der Kommunen erzwingt eine Koordinierung des kommunalen Angebotes in der Region.


Bereits in den 60er Jahren hat die Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Siedlungsentwicklung schon einmal eine Ähnliche Lage wie heute geschaffen. Viele Gemeinden waren aufgrund ihrer Größe und der ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nicht mehr in der Lage, langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Sie wuchsen sichtbar zusammen, ohne die dabei entstehenden Probleme als Gesamtheit lösen zu können. Zu Beginn der 70er Jahre sorgte die Gebietsreform dafür, dass neue handlungs- und konkurrenzfähige Kommunen entstanden.


Heute müssen wir feststellen, dass manche der damaligen Probleme wieder aktuell sind. Sie sind durch die Globalisierung sogar dringender als zuvor. Es entsteht die paradoxe Situation, dass in Europa und weltweit ein Prozess des Zusammenwachsens in Gang ist, während auf kommunaler Ebene Nachbargemeinden nur in Ausnahmefällen gemeinsam handeln.


Es gilt daher, eine neue politische Kultur auf Gemeindeebene zu entdecken und zu pflegen, um Probleme gemeinsam zu lösen und mit dem neu gewonnenen Gewicht gemeinsamer Größe und Stärke im härter werdenden Wettbewerb auch in Zukunft zu bestehen. Die hierdurch entstehende "Gebietsreform in den Köpfen" als Weg zu den gemeinsamen Zielen ist bereits ein wichtiges Ziel.

Im Wettbewerb "Regionen der Zukunft"
haben wir uns folgende inhaltliche Ziele gesetzt:

Ökologische Ziele:
 

Z 1

Reduzierung der Freiflächeninanspruchnahme für Siedlungszwecke durch verstärkte Innenentwicklung und räumliche Konzentration der Siedlungsentwicklung

Z 2

Förderung lokaler und regionaler Stoffströme und Energieflüsse

Z 3

Reduzierung des Energieverbrauches bei öffentlichen und privaten Bauten

Z 4

Reduzierung von vermeidbaren Verkehren

Z 5

Verlagerung von Teilen des Verkehrsaufkommens von der Straße auf die umweltverträglicheren Verkehrsmittel Schiene und Wasserstraße

Z 6

Abbau von negativen Folgewirkungen des nicht vermeidbaren motorisierten Individualverkehrs zum Schutz der Siedlungsräume und der Natur

Z 7

Schutz, Entwicklung und Vernetzung der vorhandenen Natur- und Erholungsräume

Soziale Ziele

Z 8

Beteiligung der regionalen Akteure an einer nachhaltigen Entwicklung

Z 9

Berücksichtigung aller sozialer Gruppen in Planungsprozessen

Z 10

Stärkung und Förderung der Ausbildung und Erwachsenenbildung

Ökonomische Ziele

Z 11

Entwicklung des im Raum vorhandenen endogenen Potentials durch den Schwerpunkt Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur

Z 12

Ausbau und Weiterentwicklung einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung des Teilraumes

Z 13

Schaffung innovativer, umweltorientierter Arbeitsplätze in der Region zur Stärkung des regionalen und lokalen Arbeitsmarktes

Z 14

Wiederbelebung der historischen wirtschaftlichen Beziehungen zu den Ländern in Osteuropa

Z 15

Ausbau und Förderung eines umweltverträglichen Fremdenverkehrs